Ich hab mich verliebt in dieses Lied.
Und schon irgendwie wahr.

Villt für fast jedes Leben – das interessiert mich aber hier nich. Hier geht’s nämlich ausnahmsweise tatsächlich nur um mein eigenes Leben.
Ich persönlich wurde zumindest “mehr als ein paar Mal angezählt und zum K.O. hat manches mal nicht viel gefehlt…”. Psychisch wie physisch, damals wie heute – im NORMALEN Leben wie im ‘Krank-sein-Leben’ und war trotzdem irgendwie immer wieder bei “10 wieder oben“.

Meine vergangene Lebensgeschichte macht mich schon irgendwie fertig – damals wie heute. Damals mit Alkohol, Drogen und Musik, heute nur mit Musik. Ich weiß nicht genau was ‘zeitlos’ schöner ist.
Und eigentlich geht schon länger wieder die nächste Runde los, nicht zwingend psychisch, eher physisch – was wiederum ja doch irgendwie auf die Psyche schlägt.
In der Gegenwart hab ich also viele Baustellen, wo das eine das andere auch immer wieder raushaut.
Und ich frag mich manchmal warum ich AUSGERECHNET das jetzt auch noch an der Backe hab.
Mir is mal aufgefallen dabei, dass tatsächlich dieses eine Problem genügend Ausmaße entwickelt hat, um die damaligen Kernprobleme beiseite zu räumen, zu überlagern – aber leider dennoch nicht auszulöschen.
Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich mir das Damals in der Gegenwart je zurückwünschen könnte. Die Wahrheit ist, dass ich in der Gegenwart sehr das Damals vermisse.
Nich die Menschen, nicht den Alk oder die Partys ohne Sinn und Verstand.
Ich vermiss die ‘normale’ Bewegungsabfolge meines eigenen Körpers.
Und zurzeit glaub ich schon, dass ich nich nur angezählt wurde, sondern schon lange rausgewinkt wurde.

Manchmal glaub ich, ich hab mein Leben selbst kaputt gemacht.
Manchmal glaub ich, da haben andere gut bei mitgeholfen.
Manchmal glaub ich, das musste halt so sein.
Manchmal glaube ich, solang ich lebe is nichts vorbei.
Manchmal glaub ich, ich sitz es einfach ab bis ich sterbe und dann is es auf jeden Fall vorbei.
Manchmal glaube ich, das einfach sterben einfacher wäre als die Scheiße hier auch noch.
Manchmal glaub ich und weiß es eigentlich immer auch, weinen bringt hier schon lang nichts mehr.

Aber ich weiß nie so wirklich, was is schlimmer für mich oder schlimmer gewesen – das Damals oder das Jetzt?
Es reißt ja irgendwo beides sehr. Und vllt wäre das Eine nicht so schlimm, wenn das Andere nicht wäre – und umgedreht.

Ich weiß es nicht und werde wohl auch nie erfahren.
Ich steh nich so sehr auf Happyends… ich könnte bei jedem kotzen.
Hier hätt ich aber gern eins.
Auf den Körper bezogen jedenfalls.

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bisschen so

Und eine Wolkeneinbruch als ich in der Ergo sitze und wir sehen es uns an.
Sie nippt an ihrem Kaffee und verzieht daraufhin das gesicht.
“Schmeckt nich?”, frag ich.
“Löslicher Schnellkaffee war noch nie was für mich.”, antwortet sie und rümpft die Nase.
“Es gibt noch was widerlicheres.”, sag ich und sie sieht mich erwartungsvoll an.
“Kalter Kaffee..”, setze ich an und sie beginnt zu grinsen, “.. der in der Mikrowelle wieder warm gemacht wurde..”, führe ich fort und sie beginnt laut zu lachen.

Wir unterhalten uns noch über dies und das und als die Therapie zu Ende ist wartest du unten und es nieselt nur etwas.

Ich sprech mit dir über Schilddrüse und Nebennieren, über Hormone und den ganzen Quatsch und du hörst aufmerksam zu und nickst dann.
“Ich müsste mal zu Endokrinologen, oder wie der heißt, machen und mal meine Hormone abchecken lassen.”, sag ich.
Du nickst und schaust durch die Frontscheibe auf die Häuserfassade vor uns, schweigst kurz und sagst dann: “Dein Vater hatte ‘ne vergrößerte Schilddrüse oder?”
“Unser Vater..”, verdreh ich kurz die Augen und führ dann fort: “Ja, er hat sie sogar rausbekommen und meine Mutter hatte, soweit ich das weiß, auch irgendwas mit der Schilddrüse.”
Du nickst und irgendwie hält sich deine Begeisterung in Grenze und sagst auch unaufgefordert kurz darauf warum: “Wenn im Laufe der Zeit rauskommen sollte, dass die dich mit Medikamenten vollgestopft haben, die du gar nich brauchst, weil sie dir ne Diagnose gegeben haben, die nicht leise stimmen … Lässt du die hoffentlich so richtig bluten – ich helf dir auch dabei.*
Ich muss irgendwie leicht grinsen und kaum darauf siehst du zu mir und ziehst ebenfalls leicht einen Mundwinkel hoch als du mich siehst: “Gibt’s hier überhaupt so nen Facharzt?”
“Na ja, Google weiß das, ansonsten Krankenhaus”
Du nickst, siehst aber irgendwie traurig aus, wie dein verhaltenes Lächeln eben auch. Dann schließt du tatsächlich Kurz die Augen, den Kopf leicht in den Nacken gelegt und atmest wohl erstmal tief ein.
Das zu sehen zerreisst mir selbst grad fast das Herz: “Ist alles okay?”
Du öffnest langsam die Augen und siehst vor dich, nickst leicht: “Und bei dir?, ist deine Antwort als Gegenfrage.
Ich schweige und du dann auch.
Mit Tee in der Hand und in 2 Decken geschlungen sitz ich auf dem Sofa vor dem Fenster, Sitze so, dass ich direkt aus dem Fenster sehen kann, die Rinnsäle beobachten kann, die sich über das kalte, glatte Glas schlängeln.
Hör wie die Regentropfen gegen die Scheibe prasseln und entfernt auf die Straßen und Dächer trommeln, seh irgendwie Lila schimmernde Blitze – gefolgt von grollendem Donner. Schau ich auf meine Hände runter und öffne meine rechte Hand, seh ich die Handfläche und seh wie schwach sie ist und denke gedankenlose Dinge, bevor ich den Blich wieder über das Dach vor mir richte.

Und während ich so durch die großen Fenster in den mit Wolken verhangenen Himmel sehe, frag ich mich doch, was du grad denkst.
Generell frag ich mich viel, ohne zu wissen, was genau eigentlich und ruf dich dann einfach mal an.

>Hey, na.<, sagst du fade, als du abnimmst.
“Hey. Es Gewittert.”, sag ich irgendwie unbeholfen, wie man ein grundloses Gespräch anfängt, obwohl wir schon oft mal grundlos eins hatten – damals.
>Ja.<, bestätigst du und ich kann mir irgendwie vorstellen, dass du mit verschränkten Armen und dem Handy am Ohr vor dem Fenster, an die Wand gelehnt stehst und dir das Spektakel unbeeindruckt ansiehst, so wie ich, in meinen Decken auf dem Sofa.
“Was machst du grad?”, frag ich.
>Hmh, nich wirklich irgendwas und du?<
“Ja, ich auch.”
Nach einer Weile, in der keiner von uns was sagt, wir wohl beide nur jeweils in den Himmel vor unserem Fenster sehen bis du nachdenklich sagst: >Irgendwie krank.<
“Was meinst du?”
>Das was grad abgeht.<
“Stimmt irgendwie.”, bestätige ich.

Gedanke..

Es riecht nach Regen, das liebe ich mehr als den Regen selbst.

Mein Herzstück is arbeiten und ich verpenn den ganzen Tag ^^’ und als ich wach werde is 16 Uhr irgendwas… Und als ich mir Kaffee mache sind meine Hände mal wieder so unglaublich schwach und ich frag mich, was sie denn haben – meine Hände …

Und ich hab geträumtvon rauen Stellen auf der Haut meiner Arme.
Bei genauerem Betrachten sah man, dass es eine transparente Schicht war, wie eine Art Salzwasserdampf – kristallisiert.
Recht konnte man es einfach abstreifen, wie eine Art Gummihandschuh – so fühlte es sich anschließend auch an.
Die Schicht des linken Arms musste man sorgfältig und Stück für Stück vorsichtig und langsam abbrechen.

Und ich les auf alten Blogs alte Texte von mir und auch von 2016, kurz bevor gar nix mehr ging.
Kurz bevor fast mein gesamter Körper hingeschmissen hat und beschreibe dort jedes Gefühl, das ich sowohl an Händen und Füßen hab – an Armen und Beinen und fast die Selbe Art von Schmerz der rechten Seite – die ich aktuell auch habe und generell schon mind. seit 2012.
Und das gibt mir zu denken.

Schade, dass meine Externe abgekratzt is.. Ich hab mein ganzes Leben aufgeschrieben – ob es nun irgendwann mal irgendwo öffentlich was oder nicht – ich hab Texte mit der Hand geschrieben wie irgendwann in Textdokumente – mein Leben, Geschichten, Wortkonstrukte und -spielereien.
Ich hätte zurückverfolgen können, wann diese Schmerzen anfingen.

Wann hab ich angefangen nicht ‘anständig’ und ‘richtig’ zu essen – falls ich das je irgendwann habe?

Ich hab immer gelebt in Extremen, weil ich extrem bin.
Extrem viel Alk, extrem viel Drogen, extrem viel hungern, weil ich extrem Appetitlos war, extrem viel Schlaflosigkeit, extrem viel Sport, extrem hart lieben, extrem hart Liebeskummer anschließend um das doppelt so extreme schreckliche Gefühl eines arschgefickten Straßenkinds, wies nur Menschen wie ich kennen können, zu spüren.

Und als du gestern die Treppe hochkommst, steh ich ziemlich kaputt an der Tür.
“Hey, hey.”, sagst du und als deine Augen mich an der Tür stehen sehen, bleibst du kurz stehen: “Wow, ohne nichts?”
“Na ja, gibt hier genug zum dran festhalten.”, sag ich verschämt und lass dich rein.
Ich zeig dir die 2. Rechnung, diei ich von der Uniapo zugeschickt bekommen hab, obwohl ich ja nun das mindestens 4. Mal mein Befreiungskärtchen vorgelegt hab. Das letzte Mal und damit der ersten Rechnung hatest du es sogar direkt zu denen gefaxt.
“Das ist doch lächerlich …”, sagst du, als du dir das so ansiehst, “Ich ruf da am Montag mal an.”
Ich seh dich einfach an: “Oh, cool. Danke.”
“Wann musst du eigentlich noch mal zur Chemo dahin?”, fragst du.
“Gar nich mehr.”, sag ich und du siehst mich fragend an.
“Ich nehm’ das nich mehr.”
“Ok.”, nickst du und lächelst dann und ich auch.
.
.
.
“Ich hab das nicht.”, sag ich ins Telefon, irgendwann Abends, weil ich so verwirrt war und so sicher.
“Keiner will krank sein, Robin. Aber du bist es nun mal, es wirgt dich nich weiter sich an dieser Hoffnung festzuhalten.”, sagte sie, die selbst von der gleichen Krankheit betroffen ist.
“Ich kann mir nicht vorstellen das zu haben – dafür sind die Entzündungen zu häufig .. Und zu viele irgendwie .. Und nichts hilft.“
“Na ja, die Krankheit is halt individuell.. Deswegen ist auch die Häufigkeit und Intensität individuell, genauso wie es individuell is, das nicht jedes Medikament auf diese Krankheit passt.”, erklärt sie.
“Findest du das nich seltsam?”
“Was genau meinst du?”
“Wenn ich Kopfschmerzen hab, is es zB scheißegal was für ne Kopfschmerztablette ich reinschmeiße oder eben nur ’ne Schmerztablette für Gelenkschmerzen – irgend eine Schmerztablette halt .. Und ich hab keine Kopfschmerzen mehr. Da is allerhöchsten die Wirkungsdauer unterschiedlich also ob die Wirkung jetzt in ner halben Stunde oder 15 Minuten einsetzt…”, denk ich nach.
“Die Ursache dieser Krankheit kennt ja auch keiner..”
“Wenn’s überhaupt ne Krankheit is.”
“Robin, verenn dich in diesem Gedanken nicht..”
“Oh bitte, du kannst mir nich erzählen dass angeblich so SCHLAUE Menschen, die sich Forscher und Mediziner schimpfen, keine Ahnung von dieser Pseudo-Krankheit haben.”
“Verenn dich da nich, Robin.. Das is saugefährlich.”
“Ach so? Is es das?”
“Ja.. “
“Ich hab ja kein Krebs, oder ’n Lungen- oder Herzzerfall an dem ich verrecke oder?”
“Schon, aber alles andere zerfällt nun mal.. Willst du die Medikamente wirklich absetzen und so leben?”
Und ich schweige kurz und fad dann: “Und du? Willst du so leben? Dein Leben, deine Gesundheit, dich selbst und alles in fremde Hände legen?”
“Wenn ich dadurch weiterhin gut und mit Lebensqualität leben kann .. Ja.”, sagt sie schlicht.
Ich heb beide Augenbrauen kurz und atme tief ein: “Okay.. Ich aber nicht.”
“Du verrennst dich .. Die Krankheit kann man so doch wenigstens aufhalten.”
“Bei dir vielleicht mit deiner tollen Chemo, nachder du sowieso nichts mehr nehmen kannst und austherapiert bist, weil dein gesamter Organismus schlapp macht .. “, sag ich, leicht verachtend irgendwie.
“Bis dahin leb ich aber gut.”, sagt sie ebenso verachtend.
Ich nicke: “Dann wünsch ich dir viel Spaß dabei.”

Und irgendwie jeder hatte mir ersucht dieses ’Gefühl’ totzureden, außer du und mein damaliger Hausarzt der sagte: “Na ja Robin… Man kann sehen das du Entzündungen hast – woher die kommen, kann man allerdings weder sehen noch wissen.”

Und Dinge wie: “wir müssten mal deine Hormone testen”, wo ich damals noch dachte, der Mann hat doch n Dachschaden und mir heute denke: wrum hab ich genau DAS noch nie getan?

kennst du.. [23.12.2017]

geschrieben am 23.12.2017


Kenntst du das?

Diese plötzlich, sich langsam, aufbauende Gefühl, der Wut, die nur bist zu einem gewissen Punkt kommt, den sie zwar nie und über Tage nicht überschreitet, aber eine bittere Spur von einem für dich undifinierberen Gefühl und Trauer in dir hinterlässt?
Wenn da Haltlosigkeit is, jeder gern betont da zu sein – und irgendwie is er es ja auch, auf seine Weise .. aber eigentlich geht das eh nicht und du weißt das auch.
Dieses unkaputtbare Wissen – hier MUSST du allein durch – egal wie.
Das Gefühl der totalen Ungerechtigkeit, die du volles Brett bitter auf dem Herz nachklingen schmeckst?
Die Ohnmacht und Mutlosigkeit, Kraftlosigkeit, gegen die sich erneut eine andere Form von Wut aufbäumt?
Kennst du das Gefühl gegen die gesamte Welt: So, mein Freund, bis hier hin und nicht weiter.
Das: ich betrachte hier gar nichts mehr aus anderen Perspektiven, die ich schon 20000 ma betrachtet hab!
Kennst du das Gefühlt oder sind es mehrere auf einen Schlag?

Da kommen die Fakten hoch.

Ziemlich viele Erinnerungen an ziemlich viel und die so viele Tatsachen beinhalten, die dir weh tun.
Nein – nicht du bist es oder warst es je, der nicht zuhören kann, der nicht konstruktiv bei Problemen hilft und das auch immer wollte, wenns um deine Freunde ging, spätestens. Nicht du bist das Arsch, das keine Sätze geradeaus reden kann.
Und warum sollst DU eigentlich immer alle anderen versteh‘n?
Warum nicht mal jemand anders dich?

Warum erwartet man eigentlich immer, dass du nicht nur Verständnis für alle andern zu haben hast, nein, man erwartet zusätzlich, dass du der Halt bist, der Helfer, der Problemlöser.
Warum is,zur Abwechslung nich mal wer anders dein Halt, Helfer und Problemlöser bei dir?

Kennst du das?

Letztendlich bist du auf dieser Ebene gefangen. Da ist viel, aber das kann so nicht raus – das hätte früher rausgemusst, zu allen jenen, denen es gehört – zu denen, die es verursacht haben.
Es kommt nicht mehr über den Rand, als wäre eine Abdeckung drüber.
Da ist nur eine Blase voll Gefühl, die nicht mehr zerstört werden kann, weil es zu spät scheint.

So spät im Nachhinein ist es, zu viel auf einmal – wie soll das jemand verstehen, wenn‘s damals schon auf Unverständnis stieß? Derer Unverständnis, die für das Gefühl verantwortlich waren.
Nun wär es einfach zu viel, selbst wenn man dich nun verstehen und dich nachvollziehen könnte und vielleicht auch würde.
Oder?
Was meinst du?

So bleibt es Isoliert in deiner kleinen Blase in dir drin.
Und du weißt, dass die kleine Blase nicht platzen kann wenn auch nicht wachsen.
Da sind so viele Blasen voll Gefühl in dir drin, sie müssen sich gar nicht ausdehnen, um dich komplett eingenommen zu haben.
Oder?
Für jedes Gefühlswirrwarr eine extra Blase, die nicht wächst aber damit auch nicht platzt und dich deswegen ganz schwer macht.
Aber du findest zu keiner mehr den Zugang, damit du sie nacheinander aufstechen kannst und damit den Druck ablassen. Sei es durch Gespräche mit dem jetzigen oder damaligen 2. Part, sei es, dass du nur versuchst drüber nachzudenken um es endlich abhaken zu können, Sport oder weiß der Geier was.
Is doch egal womit du versuchst, dass diese Blase schrumpft und verschwindet – du kommst nich an sie ran. Sie ist einfach da, drückt auf ihre Weise und bleibt auch erst einmal.

Kennst du das?

Nein, du weißt, hier musst du allein durch, hier kann keiner mehr helfen, selbst wenn sie wollten.

Den Weg hieraus musst du selbst allein finden.
Durch dieses Gefühl musst du allein durch und auf Unterstützung brauchst du nicht ernsthaft hoffen. Keiner könnte dir die erhoffte Unterstützung geben, die du bräuchtest, selbst wenn man wollte.
Und kennst du es?
Kennst du das Gefühlt, um dich rum wird alles zu eng, schneidet dir die Luft ab.
Kennst du es, wenn du in den Spiegel siehst und spürst, du bist nicht mehr der selbe Mensch und, aus irgendeinem skurrilem Grund, sogar weißt, das wirdnur  schlimmer je länger du bleibst?
Kennst du diesen Fluchtimpulst?
Kennst du diesen bitteren Geschmack, dass es eigentlich so egal ist, welchen Weg du letztlich einschlägst: er führt immer zu diesem einen Punkt.
Es ist und wird egal sein was du machst – es wird unweigerlich das Falsche sein. Der falsche Weg für dich, dein Herz und deine Seele.
Das Gefühl Gefangen zu sein in sich selbst und seinem Leben?

Du fragst dich, warum dir jeder sein Leben aufhalst und du, komischerweise, meistens genau das Richtige machst – was man dir nicht nurimmer wieder dankend  sagt, sondern immer wieder auch dankend nutzt und deswegen immer wieder kommt; aber dass man dich und was du fühlst nicht nur herunterspielt, sondern dir auch einfach sagt, dass du spinnst, weil deine Gefühle eigentlich unberechtigt sind.
Und vielleicht kennst du das Gefühl, das dich überkommt, wenn dir das, was es ist und immer war, bewusst wird?
Da sind viele Dinge, die den Weg an die Oberfläche nicht finden und du ihnen auch nicht dabei helfen kannst nach oben zu treiben – weil du schon lange nicht mehr an sie ran kommst. Zu weit weg von dir, hast du sie geschoben.. verdrängt, zu lang übersehen oder selbst ignoriert.

Weißt du, ich hatte damals seltsame Überzeugungen.
Unter anderem hatte ich die Idee und den Gedanken, dass das beste Alter zu sterben 25 sei. Da hat man schon genug erlebt aber unmöglich lang genug gelebt, um sich wirklich viele oder ernsthafte Feinde gemacht zu haben und man dich wirklich in guter Erinnerung hält/ halten kann.

Also nein, wenn du die Gefühle kennst, dann kann ich dir leider auch nicht helfen, aber dann bist du tatsächlich nich ganz alleine mit diesen Gefühlen, denn ich kenn sie – und so viel mehr.

Also Kopf hoch – du warst immerhin das schnellste Spermium deiner Truppe.

Laki Tel Nr. Bla [16.07.2011]

geschrieben am 16.07.2011, damals pw


Ja, manche Menschen kennen halt die einfachsten Regeln nicht. Kann man nix machen.<
“Joa.”
>Wie is es mit dem Schmecken?<
“Also schlimmer is es jetzt nich geworden, nur die Rittersport – im übrigen ich kann die nich so aufknicken wie du, da reißt bei mir das Papier ein.. So’n Scheiß da.”
Lacki lachte.
“Jedenfalls, es ist zwar so nich viel Geschmack da, also die Erdbeere schmeck ich echt nur ein bisschen rechts, aber die Schokolade schmeckt irgendwie altbitter und gleichzeitig nach nix.”
>Hm. Schade.<
“Ja, na ja. Ist trotzdem toll, hab ich ja von dir gekriegt.”
Lacki lachte wieder.
>Dann ist ja gut.<
“Lacki?”, er zog das I lang.
>Hm?<
“Du bist voll toll.”
Sein Bruder lachte.
>Du auch.<
“Ich nehm dich jetzt mit ins Bett.”
>Uh! Okay.<
“Die Zahnarzttussi ist im übrigen voll hübsch.”
>Ja, nicht? Die sind alle ein Augenschmaus, weiß man gar nich welcher man nachschauen soll.<, zwitscherte Lacki amüsiert.
Er lachte.
>Aber der Typ ist auch ganz okay. Der ist ja auch oft da.<
“Warum eigentlich?”
>Keine Ahnung, ich glaub der macht einfach immer mal Vertretung, weil sie in Fulda auch Zahn – OPs macht.<
“Ach so.”
>Die Weiber da stehen auf dich.<
“Häh?”
>Ja echt. Die haben sich unterhalten, als du weg warst und da meinte eine: ‘Also den hätte ich ja auch gern behandelt jetzt.’ und die anderen haben zugestimmt.<
“Aha.”, sagte er abfällig.
>Glaubste mir nicht?<
“Nee.”
Lacki lachte: >Aber die braunhaarige ist niedlich oder? Mein Gott, ich steh total auf brünett.<
Nun lachte er.
>Ja, die ist doch niedlich oder nicht?<
“Schon.”, bestätigte er schmunzelnd.
>Ich glaub die hat den knackigsten Arsch von der Truppe.<
“Na ja, dafür hat die Blonde aber richtig schöne Beine.”
>Ja, so schön schlank und lang.<, schwärmte sein Bruder.
“Brauchst du ein Taschentuch um dein Gesabbber abzuwischen?”
>Nee, so schlimm ist es noch nicht.<, lachte Lacki.
“Nich?”
>Nee. Weißt du was? Ich hab meine Pfanne kaputt gemacht.<
“Ach was, erzähl doch nix.”
>Die is mir runtergefallen.<
“Was echt? Oh nein, ich bin schockiert.”, sagte er trocken.
>Ich hab die am Griff aus dem Schrank genommen und dann lag der die Pfannenschale plötzlich am Boden und den Griff hatte ich noch in der Hand.<, führte Lacki seine Erzählung unberührt fort und er begann zu lachen als er es sich bildlich vorstellte.
>Und das eigentlich Schlimme daran is: mein Fuß war zwischen Boden und Pfannenschale.<
Jetzt musste er noch mehr lachen.
>Lachst du mich aus?<
“Was? Niemals!”, sagte er und versuchte sich das Lachen zu verkneifen, was nicht sonderlich gut gelang.
>Mach mich nicht unglücklich, mein Zeh is doch jetzt ganz blau.<
Die Art und Weise wie Lacki das sagte fand er so lustig, dass er sich kaum mehr ein bekam.
>Hör auf!<, protestierte sein Bruder.
“Entschuldige aber die Vorstellung is so lustig in meinem Kopf.”, entschuldigte und verteidigte er sich gleichzeitig, noch immer lachend.
>Ja, aber das tut doch weh.<
“Oh je.”
>Du bist blöd.<
“Tut mir leid.”, er grinste.
>LÜGNER!<, kam es direkt von Lacki.
“Wenn du das nächste Mal kommst, dann pust ich.”, meinte er.
>Nö, dann will ich auch nich mehr.<, sagte Lacki und man hörte sein lachen heraus.
“Ich hab Zahnschmerzen.”
>Bald nicht mehr.<
“Wäh, ich hab Angst!!”
>Stell dich nicht so an.<
“Doch!”
>Ich komm morgen mal zu dir.<
“Nee.”
>Nee? Warum nich?”
“Weil nee.”
Lacki lachte.
>Is Katha morgen da?<
“Nee, die is am Wochenende mit irgendwelchen Freunden, die ich so wieso nich kenne, in Fulda.”
>Ohne dich?<
“Ich wollt nich mit.”
>Warum?<
“Weiß nich, keinen Bock. Ich hasse es neue Leute kennenzulernen. Früher fand ich das cool, teilweise, heute einfach nur ätzend und nervig.”
Lacki lachte: >Ja, das passt zu dir.<
>Ich komm dann morgen mal vorbei.<
“Wieso?”
>Brauch ich nen Grund um dich zu besuchen?<
“Keine Ahnung.. vielleicht?”
>Bestimmt nur, weil die Alte morgen kommt.<
“Elche Alte?”
>Miss Blutekel 2000.<
„Nee, die is beleidigt. Hab ihr gesagt, dass sie mir auf’n Sack geht und total gestört is.“
>Schade, ich hätt gern mal mit der geschrieben.<
Er lachte: “Du willst mich also besuchen kommen um mit Carla zu schreiben. So, so.”
>Ja, wer weiß, vielleicht sieht sie gut aus und ist reich.<
“Ich glaub irgendwie nich, dass sie Geld hat.”
>Alte Frauen haben immer Geld.<
“Hm. Nee… die nich. Die hat nur nich mehr alle Latten am Zaun.”
>Ich will mal wissen, was das für eine is. Sag ihr, sie soll morgen kommen.<
“Nö, ganz bestimmt nich. 1. Brauch ich meine Kohle für was besseres und 2. Entweder sie is da oder nich und dann red ich trotzdem nich mit ihr!”
>Aber ich.<
“Oh Mann, wenn dus brauchst, komm halt. Wirst seh’n, die taucht eh nich auf.“
>Dann gammeln wir rum und gucken Fernseh.<
“Vielleicht komm Alina ja heute.“
>Oh Mann, du und deine Weiber…Rein theoretisch könnten mir auch weggehen und Mädels gucken.<
“Nein.”
>Nein?<
“Nein.”
>Toll. Jetzt hab ich schon einen Bruder und der geht nicht mit mir Mädels gucken. Es wird Zeit das Marco kommt.<
Er lachte.
“Es wird eher Zeit dass du pennen gehst, du nervst.”
>Ich liebe dich auf voller Inbrunst. Dann schlaf gut.<
“Du auch.”
>Bis morgen.<
Er lachte: “Halts Maul und leg auf!”