Zweigeteilt

Ich poste dieses Lied nicht nur, weils schön is und ich damit gerade weiterzeichne, sonder auch, weil mir auffällt, wie normal es ist sich normal fühlen zu wollen ^^’

Ich hab mich früher immer gefragt, was mit mir denn nicht stimmt, dass ich in ca 97% der Fälle keinen Bock auf andere Menschen hab – geschweige denn auf meine eigenen Freunde. Warum andere jeden Tag von morgens bis abends auf Achse sein konnten und sich mit allen möglichen Leuten trafen. So gut wie jeden Tag. – Und überhaupt nie genervt davon waren. Und ich im direkten Vergleich so gut wie nie Bock drauf hatte, nach spätestens 2-3 Tagen (kam immer drauf an, wer genau alles dabei war und wie ich grundstimmungsmäßig drauf war/ ob ich schon warm gelaufen bin oder gar nicht erst warm lief) so genervt und gestresst davon war, das ich der war, der sich schnellstmöglich verpisst hat. Ab ‘nem gewissen Alkoholpegel oder mit so manch anderen Substanzen war dann immer mal wieder voll okay.
Angst was zu verpassen hatte ich tatsächlich eher selten und dann nur, wenn ich nicht die Möglichkeit der freien Entscheidungswahl hatte. Also ob ich weggehe oder nicht – weil ich in irgendeiner Klinik versauerte.
Ich kann es gar nicht genau beschreiben. Ich war oft und irgendwie auch gerne Unterwegs und mit den Menschen einen Saufen (oder eher mehr), hab mich mit ihnen getroffen oder einfach irgendwo rumgesessen, gechillt und auch echt viel Spaß gehabt. Wiederum hatte ich allerdings meistens nie wirklich Bock so kurz davor. Und je nach “Menge” an Menschen.
Am besten kam ich damit klar, wenn man sich traf und man zusammen seine Zeit verbracht haben, aber jeder für sich seinen Müll gemacht hat. Z.B.: das Insekt und ich sitzen an den Teichen und jeder ließt sein Buch für sich und wir unterhalten uns nur in den Lesepausen und wenn wir eine rauchen. Wenn ich dann, wie damals mit ihr, noch in der sonne 3 Flaschen Sekt kille und wir dann zu mir gehen und meine restlichen 6 Flaschen töten … ja dann war es immer Lustig dass das darin endet, dass man sich plötzlich mit noch kP 4 oder 5 anderen bis um 6 Uhr mit Kräuterschnaps, Bier und Whiskey komplett richtet – wie es mir am Tag bzw. die vom 5 Tage im Anschluss ging, vergess ich auch niemals mehr im Leben ^^’
Oder wenn ich zeichnete und ein anderer irgendwie las oder lernte ect.
In Gruppen war ich immer die Person, die schweigend eher abseits saß und das ganze beobachtete, mich mit meinen eigenen Gedanken beschäftigte oder die Gegend und evtl. Atmospäre genoss. Ich war schon immer der eher extrem introvertierte, verschwiegene Mensch. Brauchte meistens Alkohol um lockerer zu werden und überhaupt lachen zu können, wenn die Menschenmenge zu groß war oder mir einfach zu viele nicht gut oder gar nicht bekannte Menschen dabei waren.
Ich hab das erste mal gemerkt, dass mich das irgendwie traurig stimmt, als ich irgendwann mit 21/22 von M. und K. damals Nachts nachhause ging und mich auf den Weg nachhause gefragt habe, warum es mir denn so extrem schwer fällt und irgendwie auch so unangenehm ist, vor anderen so krass zu lachen, dass ich schon heulen muss.
Warum ich eigentlich zu den wenigen Menschen gehöre die im Grunde für die meisten andern Menschen in meiner Gegenwart nur so 1 – 2 Standart Gesichtsausdrücke hat.
Ich war nie ein gefühlsloser und kalter Mensch, auf viele andere wirkte das aber immer irgendwie genau so.
Ich war immer sehr gedeckelt, kann man so sagen. Es gab und gibt nur wenige Menschen, die ich näher an mich ranlasse und auch ranlassen möchte. Mit denen ich rede und ungezwungen lachen kann und möchte. Denen ich auch bis zu einem gewissen Teil gezeigt habe, wie ich die Welt sehe, was ich wann und vllt auch warum fühle.
Ich hab mich immer distanziert von so gut wie jedem und freiwillig auch isoliert dadurch.
Vllt hatte ich immer das Glück, dass ich so Menschen hatte, die mir gezeigt haben, dass – egal wie ich bin – so wie ic bin richtg bei ihnen bin, sie mich mögen und schätzen und mich gerne bei sich haben.
Vllt hat es deswegen irgendwann aufgehört, sich intensiv zu fragen, warum man selbst so voll “unnormal” ist und das, was andere “können” scheinbar selbst so gar nicht hinbekommt – obwohl doch das normalste der Welt ist.
Ich bin einfach introvertiert mit dem Hang zur “Traurigkeit” ohne damit zu meinen wirklich traurig zu sein.
Mir sind selten meine Gefühle ernsthaft in irgendeine Richtung entgleist. Und wenn das passiert ist, wars mir irgendwie unangenehm, vllt sogar irgendwie peinlich – ob’s nun ums “Weinen” oder vor Lachen weinen ging oder gar darum auszurasten – verbal oder körperlich is egal.
Ich war eigentlich schon immer und in der Summe seiner Teile sehr kontrolliert.
Ich schreie nicht, ich weine nicht, ich lache nicht übertrieben laut oder lang, ich schlage mich nicht oder überhaupt als erstes zu.
Unter Drogen sah es durchaus anders aus, da hab ich manches mal sogar Streit mit mir unbekannten gesucht NUR um mich zu prügeln, hab unter Schnaps viel zu oft allein zuhause geheult. Und mit Gras zu viel über Schwachsinn gelacht.
Ich hab Geduld und kann stundenlang zuhören und mit anderen phantasieren, ich bin so extrem interessiert an allem möglichen, nur über mich und meine Gedanken und Gefühle mit anderen reden tat ich schon immer eher selten bis gar nich und wenn schon gar nicht ausführlich. Schriftlich schon eher und das persönlichste davon niemals so, dass es andere lesen könnten.

Zu mir hat ma ’n Mädel, dass ich damals mit nachhause nahm und an sich auch schon länger kannte, und mit der ich zusammen im Bett lag es aber nicht über Küssen hinaus ging, dass ich mich doch nicht “verschließen” soll.
Ich hatte gar nicht vor mit ihr zu schlafen oder so, ich weiß gar nicht, warum ich damals mit ihr zu mir nachhause ging.
Vllt hatte sie allerdings gedacht, wir vögeln oder so und war verwundert, dass ich den Kuss abbrach. Wir hatten geredet über verschiedene Dinge, während ich sie im Arm hatte und sie mit dem Kopf auf meiner Schulter lag. Ich weiß nicht mal mehr, wie es überhaupt zum Kuss kam, nur dass ich abbrach und mit ihr darüber sprach, dass das jetzt echt so gar nicht geht. Es lag nicht daran, dass sie “hässlich” oder so ein Schwachsinn war. Auch nicht allein daran, dass ich zu betrunken war – auch wenn ich in der Regel nicht so krass was dagegen hatte besoffen zu ficken, störte es mich doch wenn ich meiner Meinung nach zu betrunken war. Mit unter eher deswegen, weil ich so viel Zeug im Kopf hatte, mich irgendwie seltsam fühlte und es nie meine Art war mit jemandem zu schlafen, den ich kannte und wo die Wahrscheinlichkeit hoch war, diese Person irgendwo wieder zutreffen. Weiß gar nicht mehr was genau ich sagte und wo ich das reden darüber abgebrochen hatte, nur, dass sie dann über meine Wange streichelte und sagte: “Verschließ dich doch bitte jetzt nicht.” – was im Grunde auch nur dazu führte gar nichts mehr zu sagen und sich seelisch komplett zu distanzieren.
Ich glaube es ging mir selten um Sex bei solchen merkwürdigen Aktionen als viel mehr um das Kuscheln danach, wenn ich heute – Jahre später – darüber nachdenke. Ich kuschel und streichel gerne und ich hatte ‘ne gute Freundin, mit der ich – ich weiß gar nicht warm, fällt mir grad auf, mit der ich vom Jahr 2014 bis 2016 irgendwie oft abends zusammen im Bett lag und kuschelte bis wir einschliefen. Gelaufen is da nie was und wir waren auch nicht immer ganz allein, weil wir oft mit anderen weg waren und dann eben bei mir, ihr oder wem anders die Nacht zusammen auch mit den anderen in der jeweiligen Wohnung zum Pennengehen beendeten. Nur oft auch besuchte sie mich oder ich sie, damit wir zusammen im Bett liegen, über Gott und die Welt und Gedanken usw. reden konnten, kuscheln und wohl einzig dafür auch, nicht ganz allein einzuschlafen und aufzuwachen.
Was auch immer. Vllt erzähl ich davon wann anders mal mehr. Eigentlich wollte ich nur zeigen, wie meine Zeichnung mittlerweile aussieht, wo ich schon damit angefangen hatte.

Es ist interessant. Ich glaube meine letzte ernsthafte und vollständige Bleistiftzeichnung ist mindestens 8 Jahre her. Also keine “Übungszeichnungen” oder Skizzen und ich hätte nicht erwartet, dass meine Hände dann doch so gut mitmachen. Die Zeichnung ist wenn mans so will schon ziemlich klein um so gut ins Detail zu gehen auch mit gesunden Händen. Ich mal zwar generell lieber “kleiner” und konnte das auch immer besser als groß, stellte irgendwann aber wegen dem Verlauf meine Hände, dass ich größer malen und zeichnen muss um irgendwas wirklich gut hinzubekommen. Das ist aber wirklich gut geworden, obwohl meine Finger im Moment doch wieder ziemlich steif sind.
Ich benutze allerdings tatsächlich keine Referenz und das ärgert mich etwas, weil ich meine, besser eine gehabt zu haben, dann wäre mir das ein oder andere nicht unterlaufen, was ich als “Fehler” deklariere.
Meine Freundin findet es toll. Das nehm ich mal so hin, weil schlecht ist es tatsächlich gar nicht.

Zudem finde ich noch immer den Vergleich zur anderen Seite, die noch immer nur Rohbauskizze is, irgendwie cool.

alles was du brauchst

Ich wurde um irgendwas nach 4 heute Morgen von einem sintflutartigen Regen und einem extrem lauten Donnerschlag, was ginge der Himmel zu Bruch, geweckt. Und ich weiß gar nicht genau was in mir vorging, aber ich fand das so schön, dass ich die Fenster, die ich die Nacht über speerangelweit geöffnet hatte, gar nicht schließen wollte – obwohl es hier irgendwie ja nass wurde. Es regnete dann auch bis um 6 oder so. Ich fand das unglaublich schön dem Regen zu lauschen und dem Grummeln des Himmels. Irgendwie fehlt mir genau das öfter zu haben.

Ihr erinnert euch sicher an die junge Dame, die ich vor Weihnachten letztes Jahr anfing und abbrach um die Acrylbilder für Weihnachten anzufangen – und dann nicht mehr zum weitermachen kam:

Ich wollte damals noch unbedingt sichtbar ihre Hände drin habe. Gestern machte ich weiter und hatte keine Lust wieder erstmal zu skizzieren um ihre Hände irgendwie in Stellung zu bringen xD
Ich hatte mir ja extra für sie Wischer und einen neuen Knetradiergummi und noch mal einen anderen Stiftradiergummi gekauft, als diese Stiftradierer, die man Spitzen muss, die ich von meiner Freundin geschenkt bekommen hatte. Dafür wollte ich eigentlich auch ein Skalpell haben, darauf hatte ich “damals” dann aber erstmal verzuchtet. Jetz denke ich wieder daran und wird mir wohl baldig eins besorgen.

Zumindest war es gestern echt extrem heiß und ich körpertechnisch eigentlich wirklich fertig, wollte aber die Gelegenheit etwas Zeit zu haben endlich nutzen. Ich dachte die letzte Zeit sehr oft an diese Zeichnung.
So machte ich weiter – irgendwie mehr schlecht als recht und zeigte es später meiner Freundin, die fassungslos war und mir erst nicht glauben wollte, dass es eben diese Zeichnung ist, die damals ja nun nur aus strichen bestand – ich hatte links ein Papier auf dem Bild, damit ich meine Hand abstützen konnte um nix von dem Graphit zu verschmieren und noch andere Sachen, die ich dafür brauchte. Die Seite war aber nun noch nicht bearbeitet und ich hab selbst auch noch nicht gesehen, wie es im Vergleich nun aussah. Und wir finden beide: irgendwie hat das ja was xD
Zwar ist auch die rechte Seite keineswegs schon fertig und ich muss noch das ein oder andere ausbessern, bzw. Fehler berichtigen – zB Nase , und einiges eben ausfertigen – wie zB Wimpern, Haare ect, bin aber jetzt schon am überlegen, ob ich die andere Seite so lasse oder generell anders mache, damit es ca denselben Effekt wie jetzt hat. Oder ob ich es nicht doch, wie eigentlich geplant, komplett fertig stelle..

Eigentlich wollte ich so unfertige Dinge nicht mehr unbedingt online stellen. Hab aber gerade irgendwie Lust zu.

Zumindest mach ich jetzt erstmal ein bisschen weiter, ein bisschen Zeit hätte ich noch

Momentaufnahme

Ich sitz im halben Schneidersitz auf dem Bürostuhl, stütze den linken Fuß auf einer der 3 Halterung dessen Rollen, halte in der linken Hand, welche ich auf dem rechten Bein ruhen lasse, eine Tüte mit Laugenstange von der ich zuvor abgebissen habe. Kaue, während ich mein rechtes Bein ansehe, genau betrachte, wie meine knielangen Shorts in Grau-Schwarz Falten schlägt und warum. Wie die Schatten fallen und verfolge dann mit meinem Blick die blutgefüllten Venen unter der Haut meiner Hand und dessen Unterarm. Wie sie sich gabeln und an den Sehnen entlang schlängeln.
Es sind starke Venen. Zumindest machen sie den Anschein, dass sie kräftig sind, oder vielleicht auch nur, dass mein Herz stabil und kräftig genug schlägt um durch sie mein Blut zu pumpen.
Ich mochte es damals meine Venen während und nach dem Training zu sehen. Ich mochte es wiederum irgendwann nicht mehr, wenn sie aufgrund eines Stauungsbandes hervortraten.
Jeder Arzt fand, ich hätte so gute Venen, wie sie sie angeblich selten sahen. Irgendwann taten sie weh, wenn mein Blut stärker durch sie hindurch floss.
Sido trägt meine Gedanken und mir fällt auf, das ich ihn zu selten höre.
HipHop ist nicht unbedingt das Genre meiner ersten Wahl. Keinesfalls weil ich Rap nicht mag und generell nicht, weil ich es nicht mag. Es gibt viele wirklich gute Rapper und Lieder auch in diesem Bereich. Und eigentlich ist das Genre der Musik, die ich höre so egal, solang sie ehrlich ist, mich berührt und tragen kann, ich mich identifizieren kann und mich von ihr irgendwie gehalten fühle.

Nicht in der Lage einen Pinsel oder Stift in die Hand zu nehmen um eines meiner Bilder oder Zeichnungen weiter zu machen oder fertig zu stellen, hab ich heute meine Zeit mit Sido und meinen Gedanken verbracht. Habe ihm und mir selbst gelauscht – meinem Herz, meiner Seele und jedem Bild in mir zugesehen, es genau betrachtet.
Ich stelle dabei fest, wie ruhig es mittlerweile in mir wird. Alles in mir scheint so unglaublich unaufgeregt zu sein. Ich denke ohne Gefühlschaos und ohne Kollisionen in mir. Kein Crash. Da tut nichts weh. Kein Gedanke, kein Gefühl, keine Erinnerung.
In mir ist alles so leise.
Das ist etwas, das ich an sich so noch nicht kannte. Und ich mag’s.

Und irgendwas in mir sagt, es möchte schreiben, es möchte sich ausdrücken.
Ich hab mein Leben genommen wie es ist, hab mich genommen wie ich bin. Alles Negative so stehen gelassen und für mich das Beste draus gemacht. Hab jede Herausforderung selbstverständlich angenommen und nach meinem Möglichkeiten so gut gemeistert, wie es ging und über das wenigste, dass ernsthaft bis in den Tiefen saß und da auch noch sitzt, gesprochen. Ich habs nicht kleingeredet, nicht ernsthaft ignoriert oder geleugnet, doch auch nie weiter beachtet, denn es gibt wichtigeres. Und vllt war das auch so, dass es wichtigeres gab.
Ich fühl mich auf ruhige Weise in mir angekommen und zuhause. Irgendwie sogar geborgen in mir. Wenn es das war, was ich für so viele andere ausgestrahlt haben sollte, kann ich jetzt verstehen, warum sie gerne bei mir waren, sich gern mit mir umgeben haben.
Ich hab damals nie verstanden, wie es bitte sein kann, dass sich der ein oder andere sich bei mir sicher fühlte und so viel ruhiger, denn ich fühlte mich oft so unsicher und unruhig. Heute fällt mir auf, dass ich mich mittlerweile gar nicht mehr unsicher und unruhig fühle. Gar nicht mehr so einsam und verlassen in mir und von mir selbst. Überhaupt nicht mehr haltlos und keineswegs traurig.
Ich hab das Bedürfnis das alles nicht nur zu akzeptieren und so stehn zu lassen, zu vernehmen und anzuerkennen, wie früher immer sondern es auch in den Arm zu nehmen und damit frieden zu schließen. Frieden zu schließen mir den Wunden in mir und meinem Leben.
Und vlt macht mich genau das innerlich so ruhig.

Ich hab mich tatsächlich sehr verändert und bin dennoch derselbe geblieben.

Ich möchte sagen wen ich vermisse und warum, wen ich liebe und warum. Möchte sagen was mir im Leben so wehgetan hat und warum – warum ich geweint hab, warum gelacht und mit wem.
Ich will nichts vergessen, auch alles hässliche nicht. Alles tieftraurige in meinem Leben nicht. Ich will den Schmerz nicht vergessen, die Angst nicht, die Wut und den Hass nicht. Nichts von all dem möchte ich vergessen. Es hat lange gewütet in mir, im Untergrund, nebenbei. Und es ist okay.
Ich hatte damals mal zu ihr gesagt: “Manche Dinge sind alleine nur für einen selbst. Vor allem das was weh tut.”
Nur tut es nicht mehr weh. Vielleicht darf es jetzt in die Welt auf meine so direkte Art, wie einiges andere, was so egal war, ist und immer bleibt. Vlt zeigt mir dieses Bedürfnis auch nur, dass ich mittlerweile bereit bin. Das ich reif genug bin um bereit dafür zu sein. Bereit dafür meine Mauern abzubauen.

Und sie sagte: “Du bist mein Engel, der ganz ruhig bleibt und mich an die Hand nimmt, wenn ich durchdrehe und Panik bekomme.”
Und vllt bin ich genau das für manche Menschen ja wirklich.

Ich suche unser Bild in Aquarell, dass ich vor nun mehr fast 9 Jahren begonnen aber nicht beendet hab. Ich finde es nicht und suche es so sehr, wie die Antwort auf die Frage nach dem “Warum?”

Seit einigen Tagen widme ich meine Tage und Herzblut einer einzigen Tätigkeit, die nicht mit irgendeinem meiner noch unfertigen Bildern und Zeichnungen zutun haben oder mir.
Ziemlich unerwartet eigentlich und normalerweise bringt mich so was eher in einen hochgradigen Stressmodus, den ich weniger geistig, dafür aber umso mehr körperlich immer extrem zu spüren bekomme. Ganz im Gegenteil allerdings entspannt mich diese jetzige und eher ungeplante Tätigkeit sehr und ich finde sie wirklich schön – obwohl (oder gerade weil?) sie meinen ganzen Zeitplan voll durcheinander bringt.
Vielleicht erfüllt es mich auch gerade so sehr, weil es für einen so unglaublich besonderen und wichtigen Menschen in meinem Leben ist.

Dazu kommt das ich neu schockverliebt bin:

Es ist so schön. Ich liebe diese Stimme, ich liebe dieses träumelige, ich liebe diese vielen verschiedenen Komponenten – ich liebe ALLES daran. Und ich will die Augen schließen, zusehen und all das spüren – alles das was entsteht, was daraus erwächst und wie es sich im Verlauf verändert. Mein nächste Bild male ich mit diesem Lied. Lang nicht mehr so was schönes gehört, gefühlt und gesehen. Ich würde gern festhalten.
Ich bekomm bald große, tolle Leinwände, will mir Kreidestifte holen. Ich will unbedingt so viele Bilder machen.
Ich fühl mich im Moment so richtig, richtig gut und irgendwie wird dieses Gefühl von diesem Lied unterstützt.
Ich verstehe kein Wort – ich kann nicht so gut japanisch ^^’ – fühl mich aber verrückterweise so sehr aufgefangen und getragen davon. Keine Ahnung warum, is aber auch egal, es unterstützt nur einfach wie ich mich im Moment fühle. Zeigt mir irgendwie auch nur wieder, dass für mich die wichtigsten Bestandteile der Musik einfach ihr Klang ist und der Text wahrhaftig zweitrangig. – Das Wie zählt mehr als das Was.

Wie auch immer – Ich liebe es.
Und ja, dieser Text entstand nur, weil ich es posten und eben nicht nichts zu dem Lied schreiben wollte ^^