Neben dir [5.1.2015]

Geschrieben am 5.1.2015, war mit ’nem Lied, das wurde aber von Youtube gesperrt und kA mehr welches es war.


Kerzenlicht bricht die Dunkelheit und sanfte, leise Klänge die Stille wie Steine Glas.
Meistens sind es weniger unsere Taten als das, was wir sagen. Nichts schneidet tiefer als ein Wort, kaum etwas heilt mehr als eine schweigende Umarmung.
Lassen lose Worte in der Luft verwehen, schneidend, beißend und doch so leer wie leblos, tote Hüllen.
Wie reden viel, ohne was zu sagen.
Sind wir taubkönnen nichts hören, sind wir ebenso stummkönnen nichts sagen.

Es ist das Lachen eines Kindes. Strahlende, blaue Augen und eine mit Sommersprossen besprenkelte Nase. Meistens sind es Kinder, die uns sagen, dass wir hier richtig sind.
Zu oft sind wir es, die ihnen mitteilen, ohne zwingend was zu sagen, dass sie hier falsch sind.

Und regenüberflutete Straßen sind wie tränenvernetzte Haut in Gesichtern derer, die ihren eigenen Atem in der Kälte vor sich sehen können. Es sind blutdurchdrängte Spuren in den Wegen der Seelen, die einst Kinder waren. Tragen wir alles das mit uns und geben weiter, was uns gelehrt wurde – ist es zu oft das Falsche, bleibt es für uns immer das zweifelhafte Richtige.

Und wir könnten wütend sein und das sind wir auch. Und das ist okay. Doch besser gemacht hat’s kaum einer – darf man dann noch wütend sein?

Und manchmal sitzen wir hier so rum, sehen unseren eigenen Atem, Nachts draußen im Regen, spüren die Kälte und erinnern uns, suchen den Fehler und finden ihn auch. Wir werden wütend, werden traurig, werden alles, aber besser machen? Wer tut das schon, wer will das auch? Gäb’s doch nichts mehr zum Wütendwerden und Traurigsein. Hätten wir doch nichts mehr zum Weitergeben, was wir für das zweifelhaft Richtige halten.

Und manchmal ist es schön, wenn da jemand ist, der an Worten ersticken kann und in Nähe ertrinken.
Und ich will alles sein, auch wenn ich nicht alles bin. Und ich will ein Fels sein, auch wenn ich keiner bin. Will das Wort sein, die Stille, die Wärme und die Kälte.
Und ich will dieses Kind festhalten, auch wenn es schreit und weint und hasst.
Und ich hab schon viel getan, worauf ich nicht stolz bin, zu viel getan, weswegen ich es nicht wert bin – aber dieses Kind will ich halten und sei es mit der letzten Kraft, die mein Eigen am Leben hält.

Denn es sind meistens immer Kinder, die uns sagen, dass wir hier richtig sind. Und es sind immer zu oft wir, die ihnen mitteilen, dass sie hier falsch sind.

Und Du sagst, ich bin richtig hier, also sag ich Dir: Du auch.
Und sagst Du mir, ich bin falsch hier, dann sag ich Dir: Du aber nicht.

Denn es ist das Lachen eines Kindes und wir machen aus ihnen, was sie werden.
Sind sie unsre Lichter in der Dunkelheit, frag ich mich, wieso sind wir oft ihre Finsternis und nicht ebenfalls das Licht, das ihnen den Weg weist, den wir nie fanden, weil es vor uns andere gab, die ebenfalls lieber Finsternis, statt Licht waren?

Und ich zünd’ ’ne Kerze an und lauf nicht vor und nicht hinter – sondern neben Dir.

 

 

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sehen [31.1.2015]

Hochgeladen und geschrieben am 31.01.2015, hab es abgebrochen weil meine Augen damals angeschlagen waren und dann schlappgemacht haben. Is bis heute nicht weiter gemacht


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Und draußen dichtes Schneegestöber zwischen kalten Häuserfassaden. Drinnen Heizungswärme und gedimmtes Licht, Schinkenbrötchen und Kaffee. Die Ohren gefüllt mit Musik, wie üblich. Druck im Kopf und auf den Augen, wie schon bekannt.
Sag: Hallo und guten Tag – lang nichts mehr von dir gehört, ich hab schon fast vergessen, wie du aussiehst, geschweige denn, dass es dich überhaupt gibt.

Und man hört den Kuli auf dem Papier kratzen und wechselt mal zum Filzstift – testen wollen wir alles.
Und plötzlich bekommt das Schwarz einen dunklen Grünstich und man hört auf, weil das irritierend ist.

 

Eisberg[28.02.2015]

Geschrieben am 28.02.2015; ich bn irgendwie krank und irgendwie is mit langweilig, deswegen will ich irgenwie nerven mit Zeug ^^


Versteh einer Menschen oder besser lieber nich, wirste eh nich schlau draus. Fragt man sich wahrlich noch, wieso es Menschen gibt, die verhärten und sich doppelt und dreifach schützen? Is ‘n Wirtz. Nich jeder bläht Pseudo – Blumen – wie tragisch. Aber das Leben.
Reduzier mich nicht ab, aber nimm mich auch nich als Lebewesen wahr. Stuf mich nich runter, aber trampel’ drauf. Überseh’ nix, aber renn direkt rein.

Lass uns zu heilig für die Welt sein, damit wir auch gut in der Hölle schmoren können.

Was ich wirklich satt hab – sind Menschen.
Da fragt man sich, wieso mich das trifft. Komisch is, dass nur treffen kann was man irgendwie gut leiden kann, mag oder sich letztlich auch noch affig macht mit dem was man sagt, weil – isso.

Komisch, dass Menschen, die einen mögen und bezirzen so unbedacht mal nebenbei berühren und dann schlachten. Irgendwie lustig – und gut eigentlich auch, denn was macht hart? Die Narben, die bleiben nach jeder Wunde, die stählernd schützen – denn da sticht man so leicht nicht noch einmal rein.
Und manchmal, müssen wir zugeben, haben Gefühle doch mal irgendwie recht: wir machen die gleichen Fehle 300 Mal. Danke, dass du dagegen steuerst.
Mein Grafiklehrer sagte immer: es braucht 30 000 Scheißideen um die EINE Gute zu bekommen.

Ist das mit dem Leben und „Lieben“auch so?

Manche Tage sind anstrengend. Zu schwer fürs denken und fühlen. Lass uns uns aufreißen, und dann is da noch wer, der das genauso sieht.
Achte einfach nich drauf, hast du zu oft, tust du zu oft – GUT dass der andere früher  dran war..

Spielen, spiele. Komm wir spielen, ich spiel mit. Der erste Zug wurd getan, nach langer Pause und dem Spielerwechsel. Ich steig aus, machst du mit?
Nee ne.
Passt, ich misch die Karten nämlich eh nich, ich lass mischen und spiele um zu Verlierensag nicht, dass das nicht stimmt, denn das stimmt nich.

 

das verheißene Glück

[…] Ach DU bist der Freak der Ibo’s mit Whiskey kippt?! Ich hab mich schon gefragt, was das für ein Idiot is –
[…] Ich kann dich echt nich ab, wenn du was gezogen hast. –
[…] Du bist mein zu Hause. –
[…] Du hast irgendwie immer Power, als stündest du nonstop unter Strom. –
[…] Du wirkst echt nich so, als hättest du vor irgendwas so wirklich Angst. –
[…] Du bist schon echt cool! –
[…] So was kann man echt keinem geben/zeigen/schicken, außer dir, ohne Angst zu haben, das kommt in die falschen Hände. –
[…] du bist schon korrekt. –
[…] wenn ich wem vertraue, dann dir. –
[…] ich vermisse dich. –
[…] warum redest du nicht mehr mit mir? –
[…] das kannst du dir merken? –
[…] du hörst echt alles. –
[…] Du bist echt so ‘n Charaktermensch. –
[…] Du bist schon echt eigen. –
[…] Ich könnt’ dir ewig zuhören, ob du Klavier spielst, Gitarre, summst oder sprichst. –
[…] du strahlst voll die Ruhe aus. –
[…] Ich würd echt was dafür geben, um einmal zu wissen was und wie du denkst. –
[…] Wie kann man nur so viel schiss vor seinen eigenen Gefühlen haben? –
[…] Du warst bestimmt ein süßes Kind. –
[…] Hör doch mal auf alles und jeden zu hinterfragen, davon wird man doch ganz wahnsinnig! –
[…] Es is irgendwie kein Wunder das du nie schlafen kannst, wenn du schon über den Tod nachdenkst und wie man draufgehen könnte, wenn du nur zu Freunden gehst. –
[…] Du musst damit aufhören, sonst bringst du dich irgendwann noch mal um .. –
[…] Die Band “Irie Révoltés“ passt total zu dir. –
[…] Du hast so viel Hirn Mann, heil dich selbst! –
[…] Wenn’s wer kann, dann ja wohl du, Junge! –
[…] Du bist viel zu bescheiden. Stapel dich mal höher, du kannst es dir echt leisten. –
[…] Also, wenn ich ehrlich bin, hab ich manchmal schon Angst vor dir, obwohl ich weiß, dass du im tiefsten inneren Kern von dir einfach nur wirklich nett bist. –
[…] Du sagst doch immer du wärst so asozial, warum find ich dich dann sozialer als alle anderen, die von sich behaupten sozial zu sein? –
[…] Du bist so stur wie ein Maulesel. –
[…] Du bist ‘n eingefleischter Kämpfer aber ein eingefleischter Einzelkämpfer. –
[…] Du bist ein Träumer. –
[…] Franzöisch oder Spanisch oder Russisch stehn dir voll. Das hört sich voll heiß an. –
[…] Du wirkst melancholisch, traurig.. Nahezu depressiv. –
[…] du hast echt ‘n ziemlich gutes Körpergefühlt. –
[…] man merkt, dass du mal Sport gemacht hast, du hast trotz allem ein ziemlich erstaunlich gutes Gleichgewicht. –
[…] Du darfst weinen, das alles kann doch kein Mensch allein tragen. –

Und wenn wir die Augen schließen, sehen wir die Farben, die uns Gefühle schenken, die wir ohne sie nicht kennen würden.

Ich wollte irgendwann mal, wenn ich “groß” bin, nach Berlin oder in sonst irgendeine Großstadt, bis ich feststellte, das mir hier schon einiges echt zu laut is, wenn ich nich grad besoffen bin oder so.
Ich konnte mich vergessen in der Musik, die ich mit meinen eigenen Händen spielte und deren Farben.

Ich wollte mal Pianist werden oder Künstler oder Autor oder alles irgendwie.
Aber was soll schon großartiges werden aus einem gefickten Gossenkind außer einem Drogenopfer mit verrücktem Lebenslauf?
Ich weiß es auch nicht.
Wenn ich über das Leben nachdenke, sehe ich die vielen Leben im Leben, die unabhängig voneinander leben und nicht aufeinander achten.
Nicht weil sie es nicht könnten, sondern weil sie esgar nicht wollen oder es überhaupt in Erwägung ziehen würden.
Mir fehlen mittlerweile die Worte diese abnorme Massenansammlung an Narzissmus halbwegs in nur annähernd passende Worte zu fassen, die es bräuchte um es zu verstehen. Oder vielleicht kann man es nicht verstehen.

Wir rennen in Irrgärten herum und erhängen uns an uns selbst, jagen Fata Morganen hinterher und schau’n uns selbst am liebsten im Spiegelbild an, kotzen aber bei allem, was uns zu ähnlich ist und halten uns für ganz besonders einzigartig, während wir genau das tun, was wir an anderen am wenigsten leiden können und wagen es uns, in unser großkotzigen Überheblichkeit, tatsächlich noch zu behaupten, wir seien das Größte und Tollste.
Einzigartig sind wir alle, ist jedes Tier und jede Pflanze – nicht nur du.
Und fast jeder Mensch rennt der tollsten Utopie und Ideologie hinterher und wir ordnen uns der “absoluten” Idiotie unter.

Intelligenz macht mir keine Angst – Dummheit schon.

Und ich brauchte schon immer in regelmäßigen Abständen meine eigenen Auszeiten von allem und bekomm sie irgendwie nicht mehr wirklich.
Die Momente, wo’s um nichts geht, auch nich um mich und meine eigenen Probleme.
Mir fehlt das Losgelöstsein von allem und jeden.
Das in mir zu versinken, auf eine andere Weise als heute.
Das zeitlose Sein im Augenblick.
Man kann sich so schön verlieren im Denken, im Fühlen, in Musik. In sich selbst und in anderen – auf eine so schöne Weise, dass es nicht mehr ins Gewicht fällt, wenn man sich dabei an dessen Kanten evtl. blutig stößt.
Vielleicht kann man das nur eine gewisse Zeit so wirklich und verlernt es dann.

Kleines Rätsel

Hey ho Welt,

es ist ja schon recht abgekühlt. Da ich gestern mal wieder nicht wirklich pennen konnte und aktuell auch nicht zuhause bin, hab ich mal über die WP-App Seiten gestöbert und kam dadurch zu einem echt coolen Rätsel, woran ich euch gern teilhaben lassen würde und zwar :

„Was hat nur 3 Buchstaben,
phasenweise 11 Buchstaben,
jedoch manchmal nur 8 –
und niemals 7 Buchstaben.“

😀